028 Kap. 2 KONZERN-LAGEBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE Gesamtwirtschaftliche Lage 2007 Das Wachstum der Weltwirtschaft knüpfte 2007 an die überdurchschnittliche Entwicklung der Vorjahre an. Der Euro-Raum profitierte erneut von einer starken Binnen- konjunktur. Obwohl der Euro deutlich an Wert gewin- nen konnte, zeigte sich der Außenhandel leistungs- stark. Die Auswirkungen der Immobilienkrise auf die Finanzmärkte prägten das 2. Halbjahr und zwangen die Zentralbanken zu Interventionen. An den Anleihe- märkten gab die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen deutlich nach, während sie im Euro-Raum gegenüber 2006 leicht zulegte. Damit stieg das Renditeniveau im Euro-Raum über das der USA. Die Volatilität an den Aktienmärkten hat deutlich zugenommen. Das starke globale Wachstum hielt im Jahr 2007 an. Die Weltwirtschaft expandierte um 4,6%, allerdings schwächte sich die Konjunktur in den USA deutlich ab, während sie insbesondere in den Schwellenlän- dern zulegen konnte. Der Euro-Raum erreichte eine Wachstumsrate von 2,7% und legte damit zum ersten Mal seit 2001 stärker zu als die USA. Somit konnten Belastungen aus der deutlichen Aufwertung des Euro in der 2. Jahreshälfte gut verkraftet werden. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutsch- land legte etwa so stark wie im gesamten Euro-Raum zu. Obwohl die Mehrwertsteuer zu Jahresbeginn um drei Prozentpunkte erhöht wurde, konnte der Konsum · Das Wachstum der Weltwirtschaft knüpfte 2007 an die überdurchschnittliche Entwicklung der Vorjahre an. · Die Auswirkungen der Immobilienkrise auf die Finanzmärkte prägten das 2. Halbjahr und zwangen die Zentralbanken zu Interventionen. · Das Renditeniveau im Euro-Raum stieg über das der USA. Die Volatilität an den Aktien- märkten nahm deutlich zu. 2005 2006 2007 Quelle: datastream 5,0 4,5 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 0 Welt USA Euro-Raum Deutschland 4,0 4,6 4,6 3,1 2,9 2,2 2,9 2,7 1,6 Wirtschaftswachstum in ausgewählten Regionen seit 2005 Angaben in % 1,0 2,6 3,1 Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2007: +2,6%