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Kap. 2 KONZERN-LAGEBERICHT GESCHÄFTSENTWICKLUNG
negative Ergebnisse verarbeitet. Diese ergeben sich
insbesondere aus Unterschieden zwischen den tat-
sächlichen und den in der Konsolidierung anzuwen-
denden RfB-Sätzen. Demgegenüber resultierte aus
der Einbringung unserer deutschen Kapitalanlage-
gesellschaft in die internationale Asset Management
Holding-Gesellschaft Generali Investments S.p.A. ein
positiver Ergebnisbeitrag.
Die Steigerung der Gesamtbeiträge um 2,7% auf
13.768 Mio. übertraf die Gesamtjahreserwartung
der Branche von 0,5% deutlich. Ohne die Sparan-
teile der Fondsgebundenen Lebensversicherungspro-
dukte und Beiträge aus Investmentverträgen stiegen
die gebuchten Bruttobeiträge von 11.743 auf 11.771
Mio. . In der Lebensversicherung nehmen wir in den
hoch dynamischen Geschäftsfeldern der Basis- und
Riesterrente einen Spitzenplatz innerhalb der Branche
ein. Auch aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung
erhöhten sich die Gesamtbeiträge im selbst abge-
schlossenen Geschäft um 239 auf 8.988 Mio. . Nach
Abzug der Sparanteile, die in den gebuchten Brutto-
beiträgen nicht enthalten sind, lag das Beitragsvo-
lumen unserer Lebensversicherer bei 6.991 (Vorjahr:
7.085) Mio. . Unsere Krankenversicherer weiteten ihr
Beitragsaufkommen auf 1.741 nach 1.666 Mio. im
Vorjahr aus.
Trotz eines weiterhin stark umkämpften Marktes
verbesserten sich die Beitragseinnahmen unserer Scha-
den- und Unfallversicherer um 1,5% auf 3.039 Mio. .
Im Bereich der Kapitalanlagen lagen unsere
Schwerpunkte im Geschäftsjahr weiterhin bei erst-
klassigen europäischen Wertpapieren. Die Kapital-
bindungsdauer bei unseren Lebens- und Kranken-
versicherern wurde im Bereich der festverzinslichen
Wertpapiere verringert. Die Durationen bei den
Sachversicherern sind jedoch aufgrund der gerin-
geren Laufzeiten der Versicherungsverträge weiterhin
deutlich kürzer. Die insgesamt gute Entwicklung am
Aktienmarkt, aber auch selektive Zukäufe bei qualita-
tiv hochwertigen Titeln waren der Grund für die leicht
gestiegene Aktienquote. Unser Immobilienportfolio
haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr im Rah-
men unseres mehrjährigen Investitionsplanes ausge-
weitet. Das unrealisierte Ergebnis der zur Absicherung
von Zinsänderungsrisiken bereits in 2005 getätigten
Vorkäufe, deren Bewertungsgewinne und -verluste
zum beizulegenden Zeitwert in die Aufwendungen und
Erträge aus Kapitalanlagen einfließen, verschlechterte
sich aufgrund des Zinsanstiegs am Rentenmarkt.
Auch deswegen verringerte sich das Kapital-
anlageergebnis auf 3.684 (Vorjahr: 3.764) Mio. ,
während die laufenden Erträge deutlich um 153 auf
3.367 Mio. stiegen und darüber hinaus auch das
realisierte Ergebnis nochmals zulegte. Trotz eines
grundsätzlich positiven Marktumfelds stiegen die
Abschreibungen auf Dividendentitel an, da sich einige
Aktien insbesondere aus dem Finanzsektor infolge der
Krise am US-Hypothekenmarkt negativ entwickelten.
Die AMB Generali hat selbst nicht in die von der Krise
betroffenen Anlageformen investiert und ist deshalb
nur indirekt von den Turbulenzen am Kapitalmarkt
betroffen. Verminderte unrealisierte Gewinne aus den
Kapitalanlagen der Fondsgebundenen Versicherungen
beeinflussten das Kapitalanlageergebnis deutlich
negativ.
Zu den Finanzierungsquellen der AMB Generali
Gruppe gehört zunächst das Konzern-Eigenkapital,
dessen Bestandteile auf der Seite 82 beziffert und
erläutert werden. Einen wichtigen Kapitalbestandteil
stellt neben dem ausgewiesenen Eigenkapital auf-
grund der Vorauszahlung der Prämien und des Spar-
prozesses in der Lebensversicherung das versiche-
rungstechnische Fremdkapital dar. Zur Kapitalstruk-
tur eines Versicherungsunternehmens zählt zudem
die freie Rückstellung für Beitragsrückerstattung der
Lebensversicherer, die in ihrer Funktion als Puffer zur
Glättung der jährlichen Gewinnbeteiligung die nicht
festgelegten Überschussanteile enthält. Fremdkapital
im klassischen Sinne existiert im Konzern neben dem
Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Anteile
der Central nur bei der Deutschen Bausparkasse
Badenia in Form von Passivdarlehen.
Das Wachstum der
Gesamtbeiträge
übertraf den Branchen-
durchschnitt deutlich.
+2,7%
Die Gesamtbeiträge stiegen auf 13.768
Mio. die gebuchten Bruttobeiträge
erhöhten sich auf 11.771 Mio. .