042 Kap. 2 KONZERN-LAGEBERICHT GESCHÄFTSENTWICKLUNG negative Ergebnisse verarbeitet. Diese ergeben sich insbesondere aus Unterschieden zwischen den tat- sächlichen und den in der Konsolidierung anzuwen- denden RfB-Sätzen. Demgegenüber resultierte aus der Einbringung unserer deutschen Kapitalanlage- gesellschaft in die internationale Asset Management Holding-Gesellschaft Generali Investments S.p.A. ein positiver Ergebnisbeitrag. Die Steigerung der Gesamtbeiträge um 2,7% auf 13.768 Mio. übertraf die Gesamtjahreserwartung der Branche von 0,5% deutlich. Ohne die Sparan- teile der Fondsgebundenen Lebensversicherungspro- dukte und Beiträge aus Investmentverträgen stiegen die gebuchten Bruttobeiträge von 11.743 auf 11.771 Mio. . In der Lebensversicherung nehmen wir in den hoch dynamischen Geschäftsfeldern der Basis- und Riesterrente einen Spitzenplatz innerhalb der Branche ein. Auch aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung erhöhten sich die Gesamtbeiträge im selbst abge- schlossenen Geschäft um 239 auf 8.988 Mio. . Nach Abzug der Sparanteile, die in den gebuchten Brutto- beiträgen nicht enthalten sind, lag das Beitragsvo- lumen unserer Lebensversicherer bei 6.991 (Vorjahr: 7.085) Mio. . Unsere Krankenversicherer weiteten ihr Beitragsaufkommen auf 1.741 nach 1.666 Mio. im Vorjahr aus. Trotz eines weiterhin stark umkämpften Marktes verbesserten sich die Beitragseinnahmen unserer Scha- den- und Unfallversicherer um 1,5% auf 3.039 Mio. . Im Bereich der Kapitalanlagen lagen unsere Schwerpunkte im Geschäftsjahr weiterhin bei erst- klassigen europäischen Wertpapieren. Die Kapital- bindungsdauer bei unseren Lebens- und Kranken- versicherern wurde im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere verringert. Die Durationen bei den Sachversicherern sind jedoch aufgrund der gerin- geren Laufzeiten der Versicherungsverträge weiterhin deutlich kürzer. Die insgesamt gute Entwicklung am Aktienmarkt, aber auch selektive Zukäufe bei qualita- tiv hochwertigen Titeln waren der Grund für die leicht gestiegene Aktienquote. Unser Immobilienportfolio haben wir im zurückliegenden Geschäftsjahr im Rah- men unseres mehrjährigen Investitionsplanes ausge- weitet. Das unrealisierte Ergebnis der zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken bereits in 2005 getätigten Vorkäufe, deren Bewertungsgewinne und -verluste zum beizulegenden Zeitwert in die Aufwendungen und Erträge aus Kapitalanlagen einfließen, verschlechterte sich aufgrund des Zinsanstiegs am Rentenmarkt. Auch deswegen verringerte sich das Kapital- anlageergebnis auf 3.684 (Vorjahr: 3.764) Mio. , während die laufenden Erträge deutlich um 153 auf 3.367 Mio. stiegen und darüber hinaus auch das realisierte Ergebnis nochmals zulegte. Trotz eines grundsätzlich positiven Marktumfelds stiegen die Abschreibungen auf Dividendentitel an, da sich einige Aktien insbesondere aus dem Finanzsektor infolge der Krise am US-Hypothekenmarkt negativ entwickelten. Die AMB Generali hat selbst nicht in die von der Krise betroffenen Anlageformen investiert und ist deshalb nur indirekt von den Turbulenzen am Kapitalmarkt betroffen. Verminderte unrealisierte Gewinne aus den Kapitalanlagen der Fondsgebundenen Versicherungen beeinflussten das Kapitalanlageergebnis deutlich negativ. Zu den Finanzierungsquellen der AMB Generali Gruppe gehört zunächst das Konzern-Eigenkapital, dessen Bestandteile auf der Seite 82 beziffert und erläutert werden. Einen wichtigen Kapitalbestandteil stellt neben dem ausgewiesenen Eigenkapital auf- grund der Vorauszahlung der Prämien und des Spar- prozesses in der Lebensversicherung das versiche- rungstechnische Fremdkapital dar. Zur Kapitalstruk- tur eines Versicherungsunternehmens zählt zudem die freie Rückstellung für Beitragsrückerstattung der Lebensversicherer, die in ihrer Funktion als Puffer zur Glättung der jährlichen Gewinnbeteiligung die nicht festgelegten Überschussanteile enthält. Fremdkapital im klassischen Sinne existiert im Konzern ­ neben dem Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Anteile der Central ­ nur bei der Deutschen Bausparkasse Badenia in Form von Passivdarlehen. Das Wachstum der Gesamtbeiträge übertraf den Branchen- durchschnitt deutlich. +2,7% Die Gesamtbeiträge stiegen auf 13.768 Mio. ­ die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich auf 11.771 Mio. .