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Interne Steuerungssysteme
Grundsätzliches Konzept
Die interne Unternehmenssteuerung der AMB
Generali Gruppe baut auf einem konzernweit ein-
heitlichen Planungs- und Controllingprozess auf.
Zur Überwachung und Steuerung der aus der stra-
tegischen Planung abgeleiteten Zielgrößen werden
einheitliche Planungs- und Simulationsmodelle sowie
ein regelmäßiges Reporting eingesetzt. Neben den
klassischen rechnungslegungsorientierten Zielgrößen
wie z.B. Jahresüberschuss und Combined Ratio
werden darüber hinaus ökonomische risikobasierte
Steuerungsgrößen zugrunde gelegt, die im Nachfol-
genden näher beschrieben und dargelegt werden.
Dabei werden die beiden wesentlichen Steuerungs-
dimensionen Kapitalmanagement und Performance-
management miteinander verknüpft.
Beim Kapitalmanagement steht die nachhaltige
Sicherung der Risikotragfähigkeit und Finanzstärke
der Unternehmensgruppe im Mittelpunkt. Hierzu wird
auf unterschiedlichen Unternehmens- und Steue-
rungsebenen der ökonomische, aus Risikogesichts-
punkten benötigte Kapitalbedarf berechnet und dem
tatsächlich vorhandenen Kapital, welches zur Risiko-
tragung zur Verfügung steht, gegenübergestellt. Das
Kapitalmanagement ist damit integraler Bestandteil
des internen Risikomanagements.
Das Performancemanagement bildet demgegen-
über die wertorientierte Perspektive ab und misst die
Wertsteigerung der Gruppe im Zeitablauf. Hierzu wer-
den die ökonomischen Ergebnisse unserer Geschäfts-
aktivitäten abgeleitet und ins Verhältnis zu den vorher
bestimmten Ist- bzw. Soll-Kapitalien gesetzt. Durch
diese Verbindung ergeben sich ökonomische Rendi-
tekennziffern, die zur Beurteilung der risikoadjustierten
Profitabilität eingesetzt werden können.
Vorgehensweise des
Kapitalmanagements
Im Rahmen des Kapitalmanagements wird der
ökonomische Risikokapitalbedarf (Soll) der AMB
Generali ermittelt und mit dem verfügbaren Risikokapital
(Ist) abgeglichen. Hierzu verwenden wir in unserer exter-
nen Kommunikation den Begriff ,,Economic Capital"
für das auf die Aktionäre entfallende Soll-Kapital.
Das verfügbare Risikokapital setzt sich aus dem
,,Embedded Value" (EV) und dem Hybridkapital zusam-
men. Dabei entspricht der ,,Embedded Value" dem auf
die Aktionäre entfallenden Ist-Kapital.
Das ,,Economic Capital" wird auf Basis einer
einheitlichen Risikophilosophie für alle Segmente der
AMB Generali Gruppe berechnet und konsolidiert.
Es beschreibt den ökonomischen Kapitalbedarf zum
Ausgleich möglicher Verluste, die aufgrund der Unge-
wissheit zukünftiger Entwicklungen entstehen kön-
nen. Der Kapitalbedarf umfasst Kapitalanlagerisiken
(Aktien- und Immobilienpreis-, Zinsänderungs- sowie
Währungs- und Konzentrationsrisiken), Kredit- und
operationelle Risiken sowie segmentspezifische ver-
sicherungstechnische Risiken. Im Teilsegment Leben
· Das interne Steuerungssystem der AMB Generali Gruppe basiert auf den beiden
grundlegenden Steuerungsdimensionen Kapitalmanagement und Performance-
management.
· Das Kapitalmanagement zielt darauf ab, die Risikotragfähigkeit und Finanzstärke der
Unternehmensgruppe nachhaltig zu sichern.
· Zielsetzung des Performancemanagements ist demgegenüber die kontinuierliche
Steigerung des Unternehmenswertes der AMB Generali.
Kap. 2 KONZERN-LAGEBERICHT INTERNE STEUERUNGSSYSTEME