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INTERNE STEUERUNGSSYSTEME KONZERN-LAGEBERICHT Kap. 2
und 2007 erstmals auch im Teilsegment Kranken soll
zudem der ,,Value in Force" (VIF), der sich als Gegen-
wartswert zukünftiger Jahresüberschüsse aus dem
Versicherungsbestand (Present Value of Future Pro-
fits, PVFP) berechnet und im ,,Embedded Value" der
Gruppe enthalten ist, aus Vorsichtsgründen ebenfalls
mit Kapital unterlegt werden. Zur Quantifizierung des
ökonomischen Kapitalbedarfs werden interne Risiko-
modelle eingesetzt, die auf der Grundlage detaillierter
Unternehmensinformationen den ,,Value at Risk", d.h.
den maximalen Verlust, der mit vorgegebener Wahr-
scheinlichkeit nicht überschritten wird, bestimmen. Je
weiter die Simulationsergebnisse streuen, desto risiko-
reicher ist die simulierte Geschäftseinheit und desto
mehr ,,Economic Capital" wird benötigt.
Der ,,Embedded Value" beinhaltet den Bestands-
wert und wird unter Berücksichtigung segmentspezi-
fischer Besonderheiten auf der Grundlage aktuariel-
ler und bilanzieller Daten kalkuliert. Als Differenz von
,,Embedded Value" (Ist) und ,,Economic Capital" (Soll)
ergibt sich ein Kapitalüberschuss bzw. eine Kapital-
lücke, die als ,,Excess Capital" bzw. ,,Deficit Capital"
bezeichnet wird.
Bei der Berechnung des ,,Embedded Value" bzw.
des Bestandswerts in den Teilsegmenten Leben und
Kranken wurde 2007 einheitlich in der gesamten Generali
Gruppe die Methodik vom ,,European Embedded
Value" auf den ,,Market Consistent Embedded Value"
umgestellt. Dadurch werden marktkonsistente Bewer-
tungsverfahren genutzt, wie sie am Finanzmarkt üblich
sind. Beginnend mit dem Berichtsjahr 2007 wird erst-
mals ein Bestandswert für die Krankenversicherung
ausgewiesen. Zudem haben sich die Anteilsverhältnisse
im Jahr 2007 geändert und der Anteil der Minderheits-
aktionäre hat sich reduziert. Um die Auswirkung dieser
Änderungen deutlich zu machen und eine bessere Ver-
gleichbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen, werden im
Folgenden für das Jahr 2006 auch gemäß der neuen
Methodik berechnete Werte zusätzlich ausgewiesen.
Das interne Risikomodell zur Bestimmung des
,,Economic Capital" wird zur Zeit überarbeitet und ins-
besondere um Elemente der stochastischen Modellie-
rung in der Lebens- und Krankenversicherung erweitert.
Dies geschieht mit der Zielsetzung, das Versicherungs-
nehmerverhalten sowie Handlungs- und Reaktions-
möglichkeiten des Managements noch besser in der
Modellierung berücksichtigen zu können. Das neue
Risikomodell entspricht dem gruppenweiten Ansatz der
internationalen Generali Gruppe und wird als ,,Economic
Balance Sheet" (kurz: EBS) bezeichnet. Die in die-
sem Geschäftsbericht dargestellten Ergebnisse zum
,,Economic Capital" basieren noch auf dem bisherigen
Risikomodell und können sich durch die Umstellung
verändern.
2007 2006*
nach*
Anpassung*
2006
Mio. Mio. Mio.
EC Leben 3.360 3.100 2.885
EC Komposit 865 807 807
EC Finanzdienstleister 317 277 277
EC Kranken 1.246 1.077 294
EC Gesamt 5.788 5.261 4.263
EV Gesamt 5.875 5.393 4.565
Hybridkapital 296 378 378
Verfügbares Risikokapital (RC) 6.171 5.771 4.943
Verhältnis RC/EC 106,6% 109,7% 116,0%
Überdeckung RC zu EC 382 511 680
Kapitalmanagement
Übersicht
* Berücksichtigung Bestandswert Kranken, Methodenänderung, neue Anteilsverhältnisse