066 Kap. 2 KONZERN-LAGEBERICHT AUSBLICK Ausblick Gesamtwirtschaftliche Erwartungen für 2008 Die Krise im US-Immobiliensektor dürfte im Jahr 2008 eine deutliche Wachstumsverlangsamung in den USA nach sich ziehen. Diese könnte aufgrund einer verminderten Exportnachfrage die Konjunkturentwick- lung im Euro-Raum und in Japan ebenfalls belasten. Auch wegen des starken Euro wird der Außenhandel das Wachstum im Euro-Raum negativ beeinflussen, so dass wir eine Wachstumsrate von 1,5% im laufenden Jahr erwarten. In Deutschland wird das Wachstum verstärkt von der Binnennachfrage getragen, die von einem robusten Arbeitsmarkt gestützt wird. Insgesamt dürfte die Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Aktivi- täten auf dem Niveau des Euro-Raums liegen. Entwicklung an den Finanzmärkten Zu Jahresbeginn 2008 ist die Entwicklung an den Finanzmärkten von extremer Unsicherheit geprägt, die zum erheblichen Teil auf einen Vertrauensverlust gegenüber Banken- und Finanztiteln zurückzuführen ist. In der Konsequenz entsteht eine massive Kauf- zurückhaltung, so dass die Kursausschläge bei Aktien deutlich stärker ausfallen als üblich. Neben der seit 2007 andauernden Finanzkrise ist dabei die Erwartung einer Rezession in den USA ein maßgeblicher Faktor. Zwar sehen auch wir eine markante Abschwächung der Konjunkturentwicklung, eine anhaltende und deutliche Rezession ist aus unserer Sicht aber unwahrscheinlich. Deshalb erscheint uns die bereits in den Aktienprei- sen enthaltene Rezessionsangst übertrieben. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die unmittelbaren Folgen der Krise an den US-Hypothekenmärkten bereits weitgehend in den Bilanzen der Banken verarbeitet sind. Auch die Probleme einzelner Versicherer aus der Versicherung von Sub-Prime-Risiken werden nicht zu einem Zusammenbruch des Kommunalanleihenmarktes in den USA führen. Vor diesem Hintergrund werten wir die Markt- bewegungen an den Aktienmärkten zu Jahresbeginn als zu pessimistisch und rechnen bis Jahresende mit deutlich höheren Kursen als Ende Januar 2008. Außer- halb des Finanzsektors dürfte das Gewinnwachstum sich zwar im Jahr 2008 verlangsamen, aber insgesamt noch solide positiv ausfallen. Die Renditen am Rentenmarkt dürften zu Beginn des Jahres 2008 wegen der Kreditkrise und der Flucht von Investoren in sichere Anlagen noch unter Druck bleiben. Auch Sorgen über eine Rezession in den USA dürften die Renditen zunächst niedrig halten. Im Ver- lauf des Jahres sollten die Belastungen für Titel, die mit Vermögenswerten besichert sind, nachlassen. Daher erscheint es wahrscheinlich, dass die Verzinsung von 10-jährigen Staatsanleihen leicht steigen kann. Versicherungswirtschaft mit leichtem Beitragswachstum Das Wachstum der deutschen Versicherungs- wirtschaft wird im Jahr 2008 auf vergleichsweise nied- rigem Niveau verharren und weiter hinter der gesamt- · Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich in Deutschland spürbar verbessert. Allerdings sind noch keine deutlichen konjunkturellen Impulse für die deutsche Versicherungswirtschaft zu erwarten. · Für die AMB Generali Gruppe wird weiterhin die nachhaltige Stärkung der Ertragskraft und des Unternehmenswertes im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen. · Auf Basis der geplanten Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und den Entwicklungsschwerpunkten rechnen wir mit weiteren Ergebnissteigerungen.