067 AUSBLICK KONZERN-LAGEBERICHT Kap. 2 wirtschaftlichen Entwicklung zurückbleiben. Zwar geht der Gesamtverband der Deutschen Versiche- rungswirtschaft e.V. (GDV) davon aus, dass sich die Wachstumsrate mit einer Beitragssteigerung von rund 1,5% im Vorjahresvergleich leicht verbessern wird. Möglichen Impulsen aus der positiven konjunkturellen Entwicklung wirken jedoch ein intensiver Wettbewerb in der Schaden- und Unfallversicherung, der erreichte Grad der Marktdurchdringung sowie vor allem die Aus- wirkungen politischer Reformen entgegen. Die allgemein verbesserte wirtschaftliche Ent- wicklung wird sich im Jahr 2008 erneut nur bedingt auf die Geschäftsentwicklung der Lebensversiche- rung auswirken. Trotz steigender Einkommen ist nicht davon auszugehen, dass die privaten Haushalte ihre Zurückhaltung gegenüber langfristigen Bindungen auf- geben ­ allerdings setzt sich die spürbar zunehmende Akzeptanz von privaten Altersvorsorgeprodukten wei- ter durch. Dabei stehen Versicherungsprodukte ver- stärkt in Konkurrenz zu Fondsangeboten. Vor dem Hintergrund der 2009 in Kraft tretenden Abgeltung- steuer dürfte sich hier im Jahresverlauf ein verschärfter Wettbewerb ergeben. Offen ist noch, welche Auswir- kungen die 2008 in Kraft tretende Reform des Versi- cherungsvertragsgesetzes (VVG) haben wird. Grund- sätzlich positiv dürfte sich die verbesserte Stellung der Kunden auf das Neugeschäft auswirken. Die dynamische Entwicklung bei den so genann- ten Riester- und Basisrenten wird sich fortsetzen. Zusätzliche Wachstumseffekte sind aus der Beitrags- anpassung durch die 4. Riester-Förderstufe zu erwar- ten. Ohne diesen Sondereffekt dürfte der Neuzugang allerdings nur verhalten expandieren. Die Branche geht von einem Neugeschäftswachstum von 4% aus. Dabei wird generell mit einem anhaltenden Trend zu Fonds- gebundenen Rentenversicherungen gerechnet. Insgesamt erwartet der GDV, dass die Beiträ- ge der Lebensversicherungen in 2008 um rund 2% steigen werden. Von den Pensionskassen und -fonds wird dabei kein nennenswerter Wachstumsbeitrag ausgehen, so dass diese Prognose sowohl für die Lebensversicherung im engeren Sinne als auch unter Einschluss von Pensionskassen und -fonds gilt. Die Private Krankenversicherung (PKV) dürfte auch im Jahr 2008 der wachstumsstärkste Versiche- rungszweig bleiben. Allerdings wird sich der Neuzu- gang nur verhalten dynamisch entwickeln, nachdem der Übertritt in die PKV durch gesetzliche Bestimmung deutlich erschwert wurde. Im Bestand wirken sich die weiter steigenden Gesundheitsausgaben auf die Bei- tragsentwicklung aus, dennoch wird im weiteren Verlauf nur noch mit verhaltenen Beitragsanpassungen in der PKV gerechnet. Weiter zunehmen dürfte das Geschäft mit Zusatzversicherungen, dessen Anteil an den Bei- tragseinnahmen zwar stetig steigt, jedoch die gesamte Prämienentwicklung nur marginal beeinflusst. Insgesamt wird für die PKV ein Wachstum von 3% prognostiziert. Dabei ist jedoch zu berücksichti- gen, dass die Effekte aus der im Jahr 2007 verab- schiedeten Gesundheitsreform nach wie vor schwierig einzuschätzen sind. Ein hoher Grad der Marktdurchdringung und der fortgesetzte Preiswettbewerb, der sich tendenziell auf immer mehr Sparten ausweitet, hemmen nach wie vor das Beitragswachstum der Schaden- und Unfallver- sicherer. Auch die verbesserte wirtschaftliche Lage dürfte 2008 nur partiell zu einer verstärkten Nachfra- ge nach Versicherungsschutz führen. Vor diesem Hin- tergrund rechnet die Branche für die Schaden- und Unfallversicherung mit einer stagnierenden Beitrags- entwicklung. Allerdings ergeben sich in den einzel- nen Versicherungszweigen unterschiedliche Verläufe: Während für die Kfz-Versicherung mit einem weiteren Rückgang des Prämienaufkommens von 2% gerech- net wird, erwartet der GDV in der Privaten Sachver- sicherung (insbesondere Verbundene Wohngebäude und Verbundene Hausrat), in der Allgemeinen Unfall- versicherung sowie in der Rechtsschutzversicherung ein jeweils leichtes Beitragswachstum. Für die Schaffung von Wohneigentum sind die Rahmenbedingungen in Deutschland nach wie vor günstig. Dazu zählt ein niedriges Zinsniveau gepaart Die Branche rechnet für die Lebensversicherer wieder mit einem steigenden Beitrags- wachstum. +2% Die dynamische Entwicklung der Riester- und Basisrenten wird sich auch 2008 weiter fortsetzen.