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AUSBLICK KONZERN-LAGEBERICHT Kap. 2
wirtschaftlichen Entwicklung zurückbleiben. Zwar
geht der Gesamtverband der Deutschen Versiche-
rungswirtschaft e.V. (GDV) davon aus, dass sich die
Wachstumsrate mit einer Beitragssteigerung von rund
1,5% im Vorjahresvergleich leicht verbessern wird.
Möglichen Impulsen aus der positiven konjunkturellen
Entwicklung wirken jedoch ein intensiver Wettbewerb
in der Schaden- und Unfallversicherung, der erreichte
Grad der Marktdurchdringung sowie vor allem die Aus-
wirkungen politischer Reformen entgegen.
Die allgemein verbesserte wirtschaftliche Ent-
wicklung wird sich im Jahr 2008 erneut nur bedingt
auf die Geschäftsentwicklung der Lebensversiche-
rung auswirken. Trotz steigender Einkommen ist nicht
davon auszugehen, dass die privaten Haushalte ihre
Zurückhaltung gegenüber langfristigen Bindungen auf-
geben allerdings setzt sich die spürbar zunehmende
Akzeptanz von privaten Altersvorsorgeprodukten wei-
ter durch. Dabei stehen Versicherungsprodukte ver-
stärkt in Konkurrenz zu Fondsangeboten. Vor dem
Hintergrund der 2009 in Kraft tretenden Abgeltung-
steuer dürfte sich hier im Jahresverlauf ein verschärfter
Wettbewerb ergeben. Offen ist noch, welche Auswir-
kungen die 2008 in Kraft tretende Reform des Versi-
cherungsvertragsgesetzes (VVG) haben wird. Grund-
sätzlich positiv dürfte sich die verbesserte Stellung der
Kunden auf das Neugeschäft auswirken.
Die dynamische Entwicklung bei den so genann-
ten Riester- und Basisrenten wird sich fortsetzen.
Zusätzliche Wachstumseffekte sind aus der Beitrags-
anpassung durch die 4. Riester-Förderstufe zu erwar-
ten. Ohne diesen Sondereffekt dürfte der Neuzugang
allerdings nur verhalten expandieren. Die Branche geht
von einem Neugeschäftswachstum von 4% aus. Dabei
wird generell mit einem anhaltenden Trend zu Fonds-
gebundenen Rentenversicherungen gerechnet.
Insgesamt erwartet der GDV, dass die Beiträ-
ge der Lebensversicherungen in 2008 um rund 2%
steigen werden. Von den Pensionskassen und -fonds
wird dabei kein nennenswerter Wachstumsbeitrag
ausgehen, so dass diese Prognose sowohl für die
Lebensversicherung im engeren Sinne als auch unter
Einschluss von Pensionskassen und -fonds gilt.
Die Private Krankenversicherung (PKV) dürfte
auch im Jahr 2008 der wachstumsstärkste Versiche-
rungszweig bleiben. Allerdings wird sich der Neuzu-
gang nur verhalten dynamisch entwickeln, nachdem
der Übertritt in die PKV durch gesetzliche Bestimmung
deutlich erschwert wurde. Im Bestand wirken sich die
weiter steigenden Gesundheitsausgaben auf die Bei-
tragsentwicklung aus, dennoch wird im weiteren Verlauf
nur noch mit verhaltenen Beitragsanpassungen in der
PKV gerechnet. Weiter zunehmen dürfte das Geschäft
mit Zusatzversicherungen, dessen Anteil an den Bei-
tragseinnahmen zwar stetig steigt, jedoch die gesamte
Prämienentwicklung nur marginal beeinflusst.
Insgesamt wird für die PKV ein Wachstum von
3% prognostiziert. Dabei ist jedoch zu berücksichti-
gen, dass die Effekte aus der im Jahr 2007 verab-
schiedeten Gesundheitsreform nach wie vor schwierig
einzuschätzen sind.
Ein hoher Grad der Marktdurchdringung und der
fortgesetzte Preiswettbewerb, der sich tendenziell auf
immer mehr Sparten ausweitet, hemmen nach wie vor
das Beitragswachstum der Schaden- und Unfallver-
sicherer. Auch die verbesserte wirtschaftliche Lage
dürfte 2008 nur partiell zu einer verstärkten Nachfra-
ge nach Versicherungsschutz führen. Vor diesem Hin-
tergrund rechnet die Branche für die Schaden- und
Unfallversicherung mit einer stagnierenden Beitrags-
entwicklung. Allerdings ergeben sich in den einzel-
nen Versicherungszweigen unterschiedliche Verläufe:
Während für die Kfz-Versicherung mit einem weiteren
Rückgang des Prämienaufkommens von 2% gerech-
net wird, erwartet der GDV in der Privaten Sachver-
sicherung (insbesondere Verbundene Wohngebäude
und Verbundene Hausrat), in der Allgemeinen Unfall-
versicherung sowie in der Rechtsschutzversicherung
ein jeweils leichtes Beitragswachstum.
Für die Schaffung von Wohneigentum sind die
Rahmenbedingungen in Deutschland nach wie vor
günstig. Dazu zählt ein niedriges Zinsniveau gepaart
Die Branche rechnet für
die Lebensversicherer
wieder mit einem
steigenden Beitrags-
wachstum.
+2%
Die dynamische Entwicklung der
Riester- und Basisrenten wird sich auch
2008 weiter fortsetzen.