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ANHANG KONZERNABSCHLUSS Kap. 3
5 Management von Versicherungs-, bauspartechnischen und
Finanzrisiken
Den Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten des AMB Generali Konzerns bil-
den der Vertrieb und die Verwaltung von Versicherungsprodukten in allen gängigen
Sparten der Lebens-, Kranken- sowie Schaden-/Unfallversicherung im Wesentlichen
im selbst abgeschlossenen Geschäft. In Rückdeckung übernommenes Geschäft wird
nur im geringen Umfang gezeichnet. Daneben ist der Konzern im Bauspar- und Finanz-
dienstleistungsgeschäft tätig. Im Rahmen dieser Aktivitäten übernimmt er insbesondere
Versicherungs- und Kapitalanlagerisiken. Diesen Risiken tritt der Konzern mit verschie-
denen Maßnahmen entgegen.
Das versicherungstechnische Risiko besteht in der Möglichkeit, dass für das
Versicherungsgeschäft wesentliche Zahlungsströme von ihrem Erwartungswert abwei-
chen. Während die Prämien zu Beginn einer Versicherungsperiode vereinnahmt werden,
sind die damit vertraglich zugesagten Leistungen, die oftmals wie im Falle der Lebens-
versicherung über einen längeren Zeitraum erbracht werden müssen, grundsätzlich
stochastischer Natur und dementsprechend mit Risiken behaftet. Hierzu zählen Ände-
rungs-, Irrtums- und Zufallsrisiken:
· Das Änderungsrisiko basiert auf zukünftigen Änderungen von Risikofaktoren. Es be-
inhaltet die Gefahr der Abweichung des tatsächlichen Schaden- bzw. Leistungsver-
laufs im Verhältnis zum kalkulierten Erwartungswert.
· Das Irrtumsrisiko besteht vor allem bei neuen Typen von Versicherungen, wenn noch
keine gesicherten Erkenntnisse über das abzusichernde Risiko vorliegen.
· Das Zufallsrisiko beschreibt die möglichen Abweichungen der Schäden und Leistungen
vom geschätzten Erwartungswert, weil zufällig besonders viele/wenige Versicherungs-
fälle eintreten und/oder weil zufällig besonders hohe/niedrige Einzelschäden und
-leistungen eintreten (zufällige Schwankungen). Bei kleinen Versicherungsportfolios
ist das Zufallsrisiko dementsprechend größer.
Bauspartechnische Risiken der Deutschen Bausparkasse Badenia umfassen
die Risiken, die sich aus einer Fehleinschätzung der zukünftigen Entwicklung (Zinsen,
Kundenverhalten) ergeben. Diese sind insbesondere auch die Folgerisiken einer rück-
läufigen Neugeschäftsentwicklung.
Die Kapitalanlagerisiken setzen sich aus Markt-, Währungs- und Konzentrations-
risiken zusammen, die aufgrund nachteiliger Entwicklungen von Marktpreisen oder preis-
beeinflussenden Parametern wie Zins-, Aktienkurs- oder Wechselkursveränderungen
oder aufgrund einer unzureichenden Diversifikation im Portefeuille, Verluste generieren
können. Darüber hinaus sind Kreditrisiken sowie Liquiditätsrisiken zu beachten. Verzins-
liche Kapitalanlagen unterliegen sowohl dem Zinsänderungs- als auch dem Zahlungs-
stromrisiko.
Risiken aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft
und Sensitivitätsanalyse
Das versicherungstechnische Risiko besteht darin, dass im Rahmen des Versiche-
rungsgeschäfts Deckungszusagen für eventuelle Schäden erteilt werden, deren zeitliche
Realisierung und Höhe ungewiss sind. Zudem kann es für den Versicherer zu einer
für ihn ungünstigen Konzentration von Schadenereignissen an einem Ort kommen.
Beispiele hierfür sind Ereignisse, die infolge widriger Natureinflüsse wie Stürme oder
Hochwasser größere Schadenaufwendungen induzieren.