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Kap. 3 KONZERNABSCHLUSS ANHANG
Diesen Risiken treten die Schaden- und Unfallversicherer unseres Konzerns in der
Art entgegen, dass die Instrumente der Prämiendifferenzierung und der Zeichnungspolitik
aktiv eingesetzt werden. Im Kern bedeutet dies, dass für Risiken mit einer tendenziell
höheren Risikoexponierung entsprechend höhere Prämien kalkuliert werden. Im Rahmen
der Zeichnungspolitik werden derartige Risiken zudem nur eingeschränkt übernommen
(z.B. durch Vereinbarung von Selbstbehalten) oder es wird eine Zeichnung versagt. Ent-
sprechende Zeichnungsverbote können sich gegen bestimmte Risiken direkt richten oder
einen lokalen Ansatzpunkt haben. Zudem wird über die Gestaltung von Versicherungs-
bedingungen oder auch durch die Vereinbarung von Klauseln Einfluss auf das Kollektiv
an versicherten Risiken genommen.
Durch seine überregionale Präsenz in ganz Deutschland über die diversen Standorte
der Konzerngesellschaften werden geografische Konzentrationen von Versicherungsri-
siken minimiert. Darüber hinaus bietet der AMB Generali Konzern seine Produkte in allen
gängigen Sparten und Kundensegmenten (Privatkunden sowie gewerbliche Kunden) an,
um so einen übergreifenden Risikoausgleich zu erreichen. Auf der vorderen Umschlag-
seite wird der Spartenmix der AMB Generali Gruppe dargestellt. Weiterhin werden im
AMB Generali Konzern volatile Geschäfte nicht mehr aktiv betrieben. Schließlich werden
die übernommenen Risiken durch die Gestaltung der passiven Rückversicherung zusätz-
lich begrenzt.
Um die jederzeitige Erfüllbarkeit der gegebenen Leistungsversprechen gewährleis-
ten zu können, werden entsprechende Rückstellungen gebildet, die fortlaufend sparten-
weise hinsichtlich ihrer Angemessenheit mittels aktuarieller Methoden analysiert werden.
Hieraus ergeben sich auch Rückschlüsse auf die Qualität der gezeichneten Risiken,
ihre Verteilung über einzelne Zweige mit unterschiedlicher Risikoexponierung sowie auf
die zukünftig zu erwartenden Schadenzahlungen. Darüber hinaus unterliegen unsere
Bestände einem aktiven Schadenmanagement. Analysen hinsichtlich der Verteilung von
Schadenhöhen und Schadenhäufigkeiten ermöglichen dabei eine gezielte Steuerung der
Risiken.
Weiterhin halten unsere Konzerngesellschaften hinreichend Eigenkapital vor und
erfüllen alle entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen.
Unsere Schadenquoten für eigene Rechnung entwickelten sich im Zeitraum von
2001 bis 2007 wie folgt:
Die kontinuierliche Verbesserung der Schadenquoten innerhalb der letzten Jahre
ist Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und der Erfolge im aktiven Schaden-
management.
2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001
64,9 65,0 65,6 66,9 68,0 78,0 70,0
Schadenquoten (f.e.R.)*
Angaben in %
* Netto-Schadenaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen