108 Kap. 3 KONZERNABSCHLUSS ANHANG Diesen Risiken treten die Schaden- und Unfallversicherer unseres Konzerns in der Art entgegen, dass die Instrumente der Prämiendifferenzierung und der Zeichnungspolitik aktiv eingesetzt werden. Im Kern bedeutet dies, dass für Risiken mit einer tendenziell höheren Risikoexponierung entsprechend höhere Prämien kalkuliert werden. Im Rahmen der Zeichnungspolitik werden derartige Risiken zudem nur eingeschränkt übernommen (z.B. durch Vereinbarung von Selbstbehalten) oder es wird eine Zeichnung versagt. Ent- sprechende Zeichnungsverbote können sich gegen bestimmte Risiken direkt richten oder einen lokalen Ansatzpunkt haben. Zudem wird über die Gestaltung von Versicherungs- bedingungen oder auch durch die Vereinbarung von Klauseln Einfluss auf das Kollektiv an versicherten Risiken genommen. Durch seine überregionale Präsenz in ganz Deutschland über die diversen Standorte der Konzerngesellschaften werden geografische Konzentrationen von Versicherungsri- siken minimiert. Darüber hinaus bietet der AMB Generali Konzern seine Produkte in allen gängigen Sparten und Kundensegmenten (Privatkunden sowie gewerbliche Kunden) an, um so einen übergreifenden Risikoausgleich zu erreichen. Auf der vorderen Umschlag- seite wird der Spartenmix der AMB Generali Gruppe dargestellt. Weiterhin werden im AMB Generali Konzern volatile Geschäfte nicht mehr aktiv betrieben. Schließlich werden die übernommenen Risiken durch die Gestaltung der passiven Rückversicherung zusätz- lich begrenzt. Um die jederzeitige Erfüllbarkeit der gegebenen Leistungsversprechen gewährleis- ten zu können, werden entsprechende Rückstellungen gebildet, die fortlaufend sparten- weise hinsichtlich ihrer Angemessenheit mittels aktuarieller Methoden analysiert werden. Hieraus ergeben sich auch Rückschlüsse auf die Qualität der gezeichneten Risiken, ihre Verteilung über einzelne Zweige mit unterschiedlicher Risikoexponierung sowie auf die zukünftig zu erwartenden Schadenzahlungen. Darüber hinaus unterliegen unsere Bestände einem aktiven Schadenmanagement. Analysen hinsichtlich der Verteilung von Schadenhöhen und Schadenhäufigkeiten ermöglichen dabei eine gezielte Steuerung der Risiken. Weiterhin halten unsere Konzerngesellschaften hinreichend Eigenkapital vor und erfüllen alle entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Unsere Schadenquoten für eigene Rechnung entwickelten sich im Zeitraum von 2001 bis 2007 wie folgt: Die kontinuierliche Verbesserung der Schadenquoten innerhalb der letzten Jahre ist Ausdruck unserer vorsichtigen Zeichnungspolitik und der Erfolge im aktiven Schaden- management. 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 64,9 65,0 65,6 66,9 68,0 78,0 70,0 Schadenquoten (f.e.R.)* Angaben in % * Netto-Schadenaufwendungen im Verhältnis zu den verdienten Nettobeiträgen