178 Kap. 4 WEITERE INFORMATIONEN GLOSSAR Derivative Finanzinstrumente Finanzkontrakte, deren Werte von der Kurs- entwicklung eines ihnen zugrunde liegenden Vermögensgegenstands abhängen. Als Beispiele sind zu nennen: Optionen, Futures, Forwards, Zins- und Währungsswaps. Duration Die Duration bezeichnet die durchschnittliche Laufzeit einer zinssensitiven Kapitalanlage und ist ein Risikomaß für die Sensitivität in Bezug auf eine Zinsänderung. E Eingelöstes Neugeschäft Summe aller Neuverträge, zu denen nach Übersendung der Versicherungsscheine die Erstprämie bereits gezahlt wurde. Equity-Methode Nach dieser Methode werden die Anteile an assozi- ierten Unternehmen bilanziert. Der Wertansatz entspricht grundsätzlich dem konzernanteiligen Eigenkapital dieser Unternehmen. Im Fall von Anteilen an Unternehmen, die selbst einen Konzernabschluss aufstellen, wird jeweils deren Konzerneigenkapital entsprechend angesetzt. Im Rahmen der laufenden Bewertung ist dieser Wertansatz um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen fortzuschreiben; die anteiligen Jahresergebnisse werden dabei dem Konzernergebnis zugerechnet. Ergebnis je Aktie Kennzahl, für die der Konzern-Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien geteilt wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie bezieht ausgeübte oder noch zur Ausübung stehende Bezugsrechte in die Berechnung der Anzahl der Aktien und in den Jahresüberschuss ein. Bezugsrechte entstehen aus der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und aus Optionsrechten zum Erwerb von Anteilen. Erwerbsmethode International vorherrschende Methode der Kapitalkonsolidierung. Eventualverbindlichkeiten Verbindlichkeiten, die nicht zu bilanzieren sind und deren Eintrittswahrscheinlichkeit als ungewiss erscheint (z.B. Haftungsverhältnisse aus Bürgschaftsverpflichtungen). Cash Flow Hedge Es handelt sich hierbei um eine Art des Hedge Accountings. Cash Flow Hedge vermindert das Risiko von Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme. Weitere Arten des Hedge Accounting sind Fair Value Hedge und Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb. Beim Fair Value Hedge werden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gegen Wertänderungsrisiken abgesichert. Cash Flow Hedge-Rücklage Die Cash Flow Hedge-Rücklage ist Bestandteil der Neubewertungsrücklage. Sie beinhaltet den effektiven Teil aus dem Absicherungsgeschäft. Combined Ratio Summe aus Schadenquote und Kostenquote. Credit Linked Notes Anleihen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten, vertraglich vereinbarten Kreditereignissen abhängt. Sie gehören zu den Kreditderivaten und bieten die Mög- lichkeit, Kreditrisiken vom Verkäufer an den Käufer zu transferieren, wobei die Kreditrisiken nahezu beliebig zusammengestellt werden können. Cross-Currency-Swap, auch Währungsswap Ein Währungsswap ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien über den Austausch von unterschiedlichen, spezifizierten Zinszahlungen in verschiedenen Wäh- rungen innerhalb eines im Vertrag fixierten Zeitraums. Cross-Currency-Swaps werden unter anderem einge- setzt, um Zins- und Währungsrisiken abzusichern. D Deckungsrückstellung Rückstellung in Höhe der bestehenden Verpflichtung zur Zahlung von Versicherungsleistungen und Rückgewährbeträgen vornehmlich in der Lebens- und Krankenversicherung. Die Rückstellung wird nach ver- sicherungsmathematischen Methoden als Saldo des Barwerts der künftigen Verpflichtungen abzüglich des Barwerts der künftigen Beiträge ermittelt. Depotforderung/Depotver-bindlichkeit Forderung des Rückversicherungsunternehmens an Vorversicherer, die ihm aufgrund des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts als Kapital- anlagesurrogat entsteht. Ihre Höhe ist deckungsgleich mit dem Betrag der bei Vorversicherern gestellten Sicherheiten -- Depotverbindlichkeit analog. Glossar